Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Sicherung der Forderung aus dem Mietvertrag gegen [Ihr Sohn, Ihre Tocher] übernehme ich, [Ihr Name], die selbstschuldnerische Bürgschaft bis zum Höchstbetrag von [Betrag] € (drei Nettokaltmieten).

Ich verpflichte mich für sämtliche aus dem Mietvertrag entstandenen Verpflichtungen ohne zeitliche Begrenzung und auf Aufforderung zu bürgen. Aus dieser Bürgschaft werde ich auf erstes schriftliches Anfordern umgehend Zahlung leisten, sofern mir vom Vermieter mitgeteilt wird, dass der Mieter seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht in vollem Umfang nachgekommen ist.

Bei der vorliegenden Bürgschaft handelt es sich um eine selbstschuldnerische Bürgschaft. Der Bürge verzichtet auf die Einreden der Anfechtbarkeit, der Aufrechenbarkeit und der Vorausklage (vgl. §§ 770, 771 des BGB).

Die Bürgschaft erlischt automatisch mit der Beendigung des Mietverhältnisses.

Selbstschuldnerische Bürgschaftserklärung

Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft wird ein einseitig verpflichtender Vertrag mit dem Vermieter geschlossen. Ähnlich einer Schuldmitübernahme, erklärt man sich als Bürge in diesem Fall dazu bereit, für eventuelle Zahlungsausfälle aus dem Mietvertrag aufzukommen und diese zu begleichen. Laut §766 BGB bedarf diese Erklärung immer der Schriftform und setzt Bonität des Bürgen voraus.

Diese Form der Bürgschaft von Vermietern dann in Anspruch genommen, wenn bei den neuen Mietern unter Umständen die finanzielle Lage nicht sehr gut abgesichert scheint. Hier wird dann von einer Mietbürgschaft gesprochen, die aber grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen erfüllt, wie die selbstschuldnerische Bürgschaft.

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