Girokonto kündigen und Guthaben überweisen – Vorlage

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein Girokonto (Kontonummer: [Kontonummer]) sowie alle zugehörigen Leistungen fristgerecht zum [Datum].

Ich bitte Sie, alle bestehenden Daueraufträge und Lastschriftmandate zum Kündigungstermin zu beenden. Bitte überweisen Sie ein etwaiges Restguthaben auf das folgende Konto:

Kontoinhaber: [Name]

IBAN: [IBAN]

BIC: [BIC]

Name der Bank: [Bank]

Bitte senden Sie mir die schriftliche Bestätigung der Kontoauflösung sowie den abschließenden Kontoauszug an meine oben angegebene Adresse.

Vielen Dank.

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Girokonto kündigen und Guthaben überweisen – Schritt für Schritt

So kündigen Sie Ihr Girokonto richtig

Die Kündigung eines Girokontos ist grundsätzlich unkompliziert – wenn Sie die richtige Reihenfolge einhalten. Gehen Sie so vor:

  1. Neues Konto eröffnen – Eröffnen Sie zunächst das Ersatzkonto bei der neuen Bank, bevor Sie das alte kündigen.
  2. Daueraufträge und Lastschriften umleiten – Informieren Sie alle Zahler und Zahlungsempfänger (Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Abonnements) über Ihre neue IBAN.
  3. Wartezeit einhalten – Warten Sie mindestens 4–6 Wochen, bis alle laufenden Zahlungen auf das neue Konto umgestellt sind.
  4. Schriftliche Kündigung senden – Nutzen Sie das Musterschreiben auf dieser Seite. Geben Sie Ihre Kontonummer, den gewünschten Kündigungstermin und die IBAN des neuen Kontos an.
  5. Restguthaben übertragen lassen – Die Bank überweist das verbleibende Guthaben auf das von Ihnen angegebene Konto.
  6. Abschlusskontoauszug aufbewahren – Fordern Sie den finalen Kontoauszug an und bewahren Sie ihn mindestens 3 Jahre auf.

Kündigungsfristen und rechtliche Grundlage

Nach § 675h BGB können Sie einen Zahlungsdiensterahmenvertrag (d. h. Ihr Girokonto) jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Eine gesetzliche Mindestkündigungsfrist für Verbraucher gibt es nicht.

In der Praxis gilt:

  • Kostenlose Girokonten – Kündigung in der Regel sofort oder zum nächsten Werktag möglich
  • Kostenpflichtige Konten – Die Bank kann vertraglich eine Frist von bis zu einem Monat festlegen; prüfen Sie Ihre Kontobedingungen
  • Genossenschaftsbanken (Volksbank, Raiffeisenbank) – als Mitglied ggf. auch Austritt aus der Genossenschaft notwendig

Gebühren bei der Kontoauflösung

Privatbanken und Sparkassen erheben für die Kontoauflösung selbst in der Regel keine Gebühren. Die Überweisung des Restguthabens ist üblicherweise kostenlos. Prüfen Sie dennoch Ihr Preis- und Leistungsverzeichnis auf mögliche Abschlussgebühren.

Bankwechselservice – Ihr gesetzlicher Anspruch

Seit 2016 sind Banken nach §§ 20–22 ZKG (Zahlungskontengesetz) verpflichtet, Ihnen beim Kontowechsel aktiv zu helfen: Die neue Bank fordert auf Ihren Antrag hin alle Informationen über Daueraufträge und Lastschriften von der alten Bank an und leitet eingehende Zahlungen bis zu 13 Monate automatisch auf das neue Konto weiter. Fragen Sie Ihre neue Bank nach dem kostenlosen Kontowechselservice – er erspart Ihnen die manuelle Ummeldung bei jedem einzelnen Zahlungspartner.

Das müssen Sie vor der Kündigung erledigen

Damit keine Zahlungen verloren gehen, sollten Sie vor dem Kündigungsdatum folgende Punkte abgehakt haben:

  • Arbeitgeber informieren – neue IBAN für die Gehaltsüberweisung mitteilen
  • Daueraufträge aktiv kündigen – laufende Daueraufträge (Miete, Ratenzahlungen) bei der alten Bank stornieren und beim neuen Konto neu einrichten
  • Lastschriftmandate ummelden – Empfänger von SEPA-Lastschriften (Strom, Internet, Versicherungen, Streaming-Dienste) über neue Bankverbindung informieren
  • Eingehende Überweisungen umleiten – Finanzamt (Steuererstattung), Rentenversicherung, Kindergeldkasse etc.
  • Depot und Sparverträge prüfen – Sind diese mit dem Girokonto verknüpft? Ggf. separat übertragen
  • Offene Lastschriften abwarten – Warten Sie, bis alle angekündigten Lastschriften eingezogen wurden

Konto im Minus? Das können Sie tun

Ein Girokonto mit negativem Saldo (Dispo) kann nicht einfach aufgelöst werden. Sie haben zwei Möglichkeiten:

  1. Ausgleichen vor der Kündigung – Überweisen Sie den Negativbetrag vom neuen Konto auf das alte, bis der Saldo ausgeglichen ist.
  2. SEPA-Lastschriftmandat erteilen – Sie ermächtigen die alte Bank, den Fehlbetrag einmalig per Lastschrift vom neuen Konto einzuziehen. Tragen Sie die neue IBAN und Bankdaten dafür in das Kündigungsschreiben ein.

Solange das Konto im Minus ist, ist die Bank nicht verpflichtet, die Kündigung zum gewünschten Termin zu akzeptieren. Klären Sie dies vorab telefonisch oder in der Filiale.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert die Kontoauflösung?

Die meisten Banken bestätigen die Kündigung innerhalb von 1–2 Wochen schriftlich. Das Restguthaben wird danach üblicherweise innerhalb von wenigen Werktagen überwiesen. Planen Sie insgesamt 2–4 Wochen ein.

Kann ich mein Sparkassen-Konto schriftlich kündigen?

Ja. Sparkassen sind wie alle anderen Banken verpflichtet, schriftliche Kündigungen zu akzeptieren. Adressieren Sie das Schreiben an Ihre Filiale oder die zentrale Kundenverwaltung. Der Weg per Einschreiben ist empfehlenswert.

Was passiert mit ausstehenden Überweisungen oder Lastschriften?

Überweisungen, die nach dem Kündigungsdatum auf das geschlossene Konto eingehen, werden von der Bank in der Regel zurückgebucht oder an den Absender zurückgegeben. Stellen Sie daher sicher, dass alle Zahlungspartner Ihre neue IBAN kennen, bevor das Konto geschlossen wird.

Muss ich ein Depot separat kündigen?

Ja. Ein Wertpapierdepot ist ein eigener Vertrag und wird durch die Girokontokündigung nicht automatisch aufgelöst. Sie müssen das Depot entweder gesondert kündigen oder zu einer anderen Bank übertragen lassen.

Geht die Kontokündigung auch online oder per E-Mail?

Das hängt von der Bank ab. Viele Direktbanken (ING, DKB, N26) ermöglichen die Kündigung über ihr Online-Portal oder die App. Bei Filialbanken und Sparkassen ist die schriftliche Kündigung per Brief nach wie vor der sicherste Weg – bevorzugt per Einschreiben mit Rückschein als Nachweis.

Von der Briefwechsel-Redaktion, zuletzt geprüft Mai 2026.

Die Musterschreiben dienen als Formulierungshilfe. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen und Adressen. Die Schreiben sind insbesondere auch allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Zur Lösung von konkreten Rechtsfällen konsultieren Sie bitte einen Rechtsanwalt.