Antrag auf Ratenzahlung – Kostenlose Vorlage & Musterbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich für den Zahlungsverzug entschuldigen. Aufgrund unglücklicher Umstände stehe ich bei Ihnen mit einem Betrag von [Betrag] Euro im Soll. Die Angelegenheit ist mir sehr unangenehm, sodass ich auch bemüht bin, diese Schuld schnellstmöglich zu begleichen. Leider ist es mir aufgrund meiner aktuellen finanziellen Situation nicht möglich, den gesamten Betrag zu zahlen.

Ich möchte Sie daher bitten, mir eine Ratenzahlung in Höhe von monatlich [Monatliche Rate] Euro zu gewähren, die ich auch gleich vornehmen würde. Über einen positiven Bescheid würde ich mich sehr freuen und hoffe, dass wir über diesem Wege die Angelegenheit schnell bereinigen können.

Ich bitte Sie zudem, für die Dauer des Ratenzahlungsplans von einer Übergabe der Forderung an ein Inkassounternehmen oder von weiteren Vollstreckungsmaßnahmen abzusehen. Ich bitte um eine schriftliche Bestätigung der vereinbarten Ratenhöhe und -termine.

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Antrag auf Ratenzahlung

Mit diesem kostenlosen Muster beantragen Sie beim Gläubiger eine monatliche Ratenzahlung, um eine offene Forderung schrittweise zu begleichen. Ein Ratenzahlungsantrag kann ein laufendes Mahnverfahren zwar nicht automatisch stoppen, aber er signalisiert Zahlungswillen und gibt Ihnen die Chance, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen – bevor es zu Inkasso oder Vollstreckung kommt.

Zustimmung des Gläubigers erforderlich

Einer Ratenzahlung muss der Gläubiger ausdrücklich zustimmen. Stellen Sie den Antrag so früh wie möglich – idealerweise bevor die erste Mahnung eintrifft. Je früher Sie handeln, desto geringer die bereits aufgelaufenen Mahnkosten. Bei Bedarf können Sie dem Schreiben Nachweise Ihrer Zahlungsunfähigkeit beifügen, z. B. einen Kontoauszug oder eine Aufstellung Ihrer monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

Zinspflicht während der Ratenzahlung

Wichtig: Eine Ratenzahlungsvereinbarung hebt die Zinspflicht auf den ausstehenden Betrag nicht auf, sofern der Gläubiger darauf nicht ausdrücklich verzichtet. Viele Gläubiger berechnen weiterhin Verzugszinsen (gesetzlich nach § 288 BGB: 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz bei Verbraucherverträgen). Bitten Sie daher im Schreiben ausdrücklich um einen Zinsverzicht für die Dauer des Ratenzahlungsplans, oder verhandeln Sie dies separat.

Was der Antrag enthalten sollte

  • Vollständiger Name und Anschrift
  • Bezug auf die offene Forderung (Rechnungsnummer, Datum)
  • Gesamtbetrag der Schuld
  • Vorgeschlagene monatliche Ratenhöhe
  • Bitte, von Inkasso und Vollstreckung abzusehen
  • Vorgeschlagener Starttermin der ersten Rate (z. B. 1. des Folgemonats)
  • Bitte um schriftliche Bestätigung der vereinbarten Raten

Mahnverfahren wird nicht automatisch gestoppt

Auch wenn Sie einen Ratenzahlungsantrag stellen, läuft ein bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren weiter, bis der Gläubiger es aktiv zurückzieht oder Sie gemeinsam eine außergerichtliche Einigung schriftlich festhalten. Warten Sie daher nicht auf eine formlose Zusage – bestehen Sie auf einer schriftlichen Bestätigung der Ratenhöhe und -termine, bevor Sie die erste Zahlung leisten.

Die meisten Gläubiger stimmen zu

Für Gläubiger ist eine Ratenzahlungsvereinbarung oft attraktiver als ein langwieriges Mahnverfahren: Sie erhalten ihr Geld – wenn auch über einen längeren Zeitraum – ohne weiteren Aufwand. Die Chancen auf eine Einigung stehen daher in der Regel gut, solange die vorgeschlagene Rate realistisch und der Zahlungswille glaubhaft ist.

Eine realistische Rate im Verhältnis zu Ihrem Einkommen und beigefügte Nachweise (Kontoauszug, Gehaltsnachweis) erhöhen die Chancen auf eine Zusage erheblich. Schlagen Sie außerdem einen konkreten Starttermin vor – zum Beispiel den 1. des Folgemonats – damit die Vereinbarung von Anfang an eine klare Struktur hat.

Häufige Fragen

Muss der Gläubiger einer Ratenzahlung zustimmen?

Ja. Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Ratenzahlung. Der Gläubiger entscheidet frei, ob er zustimmt. Ein frühzeitiger, begründeter Antrag erhöht die Chancen deutlich.

Fallen während der Ratenzahlung Zinsen an?

Ja, sofern kein Zinsverzicht vereinbart wird. Bitten Sie im Antrag ausdrücklich darum, dass der Gläubiger auf Verzugszinsen für die Dauer des Ratenzahlungsplans verzichtet.

Was passiert, wenn ich eine Rate nicht zahle?

Bei Zahlungsausfall kann der Gläubiger die gesamte Restforderung sofort fällig stellen (Gesamtfälligkeitsklausel) – sofern dies in der Vereinbarung so festgelegt wurde. Prüfen Sie die Bestätigung des Gläubigers daher sorgfältig.

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Von der Briefwechsel-Redaktion, zuletzt geprüft Mai 2026.

Die Musterschreiben dienen als Formulierungshilfe. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen und Adressen. Die Schreiben sind insbesondere auch allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Zur Lösung von konkreten Rechtsfällen konsultieren Sie bitte einen Rechtsanwalt.